Jugendfeuerwehr Lindewitt
Jugendfeuerwehr Lindewitt

Die Jugendfeuerwehr bejaht die freiheitliche Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Ohne wenn und aber. Extreme politische Ansichten, die darauf abzielen, die Freiheit in Deutschland in irgendeiner Form auch immer einzuschränken, lehnt die Jugendfeuerwehr gänzlich ab.

Die Grundeinstellung von Linksextremisten oder Rechtsextremisten gegenüber dem Staat ist von starker Ablehnung bestimmt. Es soll eine andere politische Ordnung errichtet werden, die nicht demokratisch ist. Gemeinsam ist beiden Einstellungen, dass sie nichts dagegen haben, wenn in der politischen Auseinandersetzung Gewalt gegen Personen und Sachen angewendet wird. Extremisten haben ganz spezielle, politische Ziele. Sie bekämpfen die freiheitliche demokratische Grundordnung. Sie wollen ein anderes politisches System, das nicht demokratisch ist, da in ihm nicht alle Bürger gleichermaßen an der politischen Willensbildung teilnehmen können. In der politischen Ordnung, die Extremisten einrichten wollen, würde es viele demokratische Rechte nicht mehr geben, dafür aber ganz sicher viel Gewalt gegen politisch Andersdenkende.
Die Jugendfeuerwehr ist ganz klar gegen solche extremen politischen Bewegungen.

"Die Demokratie ist viel zu wichtig, als dass man sie den Nichtwählern überlassen darf"

 

Zitat: Bernd Thye(Journalist)

Jugendfeuerwehren sind wichtige Pfeiler der demokratischen Gesellschaft und mit unserem Selbstverständnis „Einer für Alle –  Alle für einen“ verträgt sich keine Ausgrenzung von Minderheiten, kein rechtsextremes Gedankengut und vor allem kein Kadavergehorsam.

 

Als Kadavergehorsam bezeichnet man einen Gehorsam (das Befolgen von Geboten oder Verboten), bei dem der Gehorchende sich einem fremden Willen uneingeschränkt, wie ein willenloser Kadaver, unterwirft. Verwandt ist der Begriff „blinder Gehorsam“, dem zufolge der Gehorchende sich von einem fremden Willen wie ein Blinder von einem Sehenden führen lässt.

 

Jugendfeuerwehren sind fit für Demokratie – auch wenn wir noch viel tun müssen, um gemeinsam gegen Extremismus, Rassismus, Antisemitismus, Heterosexismus aufzustehen – wir möchten euch einladen, damit anzufangen.

 

Das Neutralitätsgebot

 

In den Jugendfeuerwehren wird in diesem Zusammenhang oft die Frage der „politischen Neutralität“ diskutiert. Gerät ein Eintreten für die Demokratie nach innen und außen nicht in Konflikt mit diesem Kerngedanken? Für die Jugendfeuerwehren gilt dieser Konflikt rechtlich gesehen nicht, im Gegenteil, sie haben großen Gestaltungsspielraum und zahlreiche Möglichkeiten, sich zu engagieren.
Aber trotzdem ist es wichtig, sich mit dem Thema und dem Auftrag der politischen Neutralität auseinanderzusetzen.

Politische Neutralität als Anforderung an die Feuerwehren und an den Jugendverband der Feuerwehr heißt vor allem, Jugendliche und Erwachsene nicht für eine politische Partei oder Ideologie zu werben oder sie zu manipulieren. Damit ist im Sinne der Richtlinien der KJHG (Kinder und Jugendhilfegesetz), der Feuerwehrverdienstvorschrift und auch des eindeutigen humanitären und sozialen Auftrag gefordert, Jugendlichen demokratische Werte, Überzeugungen, Rechte und Pflichten zu vermitteln, und sie zu demokratisch denkenden und handelnden Menschen zu erziehen.

Was das im Einzelnen beinhalten kann, dazu gibt es unterschiedliche Meinungen und Haltungen. Mit einem historischen Beispiel möchten wir euch hier einen Diskussionsstrang vorstellen.
Das Engagement in den Freiwilligen Feuerwehren hat es in allen politischen Systemen gegeben: in der Kaiserzeit, in der Weimar Republik, im Nationalsozialismus, in der DDR und der früheren und heutigen BRD. Für viele Menschen ist dieses Engagement ein Stabilitätsfaktor über alle Systemveränderungen hinweg, der mit positiven Erinnerungen, aber auch mit negativen Auswirkungen verbunden ist.
Manchmal wurde der Ansatz der politischen Neutralität so ausgelegt, jedem politischen System treu zu sein, egal ob die sozialen und humanitären Ideen der Freiwilligen Feuerwehren damit übereinstimmten.

 

Im Nationalsozialismus haben sich viele Feuerwehrleute aktiv an der Diskriminierung und Ausgrenzung von jüdischen Menschen, von Sinti und Roma u.a. beteiligt, weil sie die rassistische und antisemitische Ideologie des Nationalsozialismus übernommen haben.

Es hat aber auch einzelne Feuerwehrleute gegeben, die politische Neutralität in einem demokratischen und humanitären Sinne verstanden haben. Politische Neutralität in dieser Sichtweise hieß, Menschen ungeachtet der rassistischen und antisemitischen Staatsdoktrin zu helfen.

 

So hat z.B. ein Berliner Feuerwehrmann im November 1938 in der Reichspogromnacht eine Synagoge gelöscht und jüdischen Menschen das Leben gerettet. Er widersetzte sich damit den Befehlen des NS-Staates und denen seiner Vorgesetzten in der Freiwilligen Feuerwehr. Dieser Mann sieht sich nicht als Held oder Widerstandskämpfer, er sagt, er sei nur aus tiefstem Herzen Feuerwehrmann. In Israel wird er als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt, und in Berlin gilt sein Handeln als beispielhaft für Humanität und Widerstand.

 

Bis vor wenigen Jahren engagierte er sich in der Freiwilligen Feuerwehr und unterstützte den demokratischen und humanitären Auftrag insbesondere in der Jugendarbeit. Wenn er von politischer Neutralität der Freiwilligen Feuerwehren sprach, dann meinte er das aktive Einstehen für ein demokratisches und humanitäres Menschenbild.

Demokratie steckt an
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